Schwermetall – nur mit Schaumgummi zu genießen

Gestern waren wir bei Metallica in Stuttgart in der Schleyerhalle.
Wir haben gerade noch eine halbe Stunde der zweiten (!) Vorband, „Machine Head“ mitbekommen. Nein, wir mussten sie mitbekommen.
Ich bin im Laufe der Zeit ja erstaunlich vielseitig in meinem Musikgeschmack geworden, aber dieses Geschrubbe und Geröhre war mir dann doch zuviel. Viel zu laut, die Anlage hat geächzt und geklirrt, alles war ein einziger Brei und dazu war die Musik noch scheiße, was verlangt man weniger … 🙂
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Auf Reisen

Von langer Hand geplant, übermorgen ist es soweit, klein Sarah und klein Olaf steigen in den Flieger und düsen in die Stadt, die niemals schläft.
Eine ganze Woche lang werden wir uns die Füße wundlaufen, die Bäckchen erfrieren, gesundes Essen genießen und uns so richtig erholen …

Oder auch nicht 🙂

Nunja, die Vorfreude ist riesig und nachdem meine „kleine“ Magen-Darm-Infektion, die mich diese Woche dahingerafft hat, offenbar überstanden ist, wuchs sie heute sogar noch in Anbetracht der beiden kulturellen Highlights, die uns erwarten.

  1. Ein Besuch des kleinsten (und wohl skurrilsten) Opernhauses der Welt, der Amato Opera. Mehr dazu nach unserem Besuch.
  2. 2. Keine Klassik, Rock. The Derek Trucks Band. „Kennengelernt“ haben wir Derek Trucks bzw. seine Kunst auf einem Eric-Clapton-Konzert vor ca. 2 Jahren, wo er als 2. Gitarrist Herrn Clapton gepflegt an die Wand gespielt hat. Daraufhin eine CD besorgt und lieben gelernt.
    Gestern habe ich (leidend auf dem Sofa liegend) eine Aufnahme von Eric Claptons Crossroad Festival gesehen (bzw. die paar Minuten, die 3Sat für Pop around the Clock mitgenommen hat) und da war Herr Trucks wieder mit von der Partie.
    Heute kam ich nochmal drauf, surfte so durch die Gegend und dachte „mensch, wäre ja zu cool, wenn in der Woche, die wir da drüben sind, jemand cooles spielt“. Gedacht, gesucht, gefunden, nächsten Mittwoch spielt die Derek Trucks Band ganze 20km von unserem Hotel weg in einem alten Kino (Wellmont Theatre) in New Jersey und wir werden dort sein. Die Deutschlandkonzerte dieser Tour sind in Hamburg und Berlin, da wäre der Aufwand größer 😉

In diesem vorfreudigen Sinne bis nächste Woche.

Robyn

Mein, vermutlich unser CD-Tipp des Tages (oder Jahres) – Robyn von Robyn.
Es trug sich folgendermaßen zu:
Wir schauten irgendwann im Neujahr rum diesen EinsFestival HD-Showcase-Sender, da liefen eine Menge Konzertmitschnitte von irgendwelchen Künstlern. Irgendwie blieben wir einmal bei irgend so einer blonden Elfe hängen, deren Musik unsere Boxen lustig hüpfen ließ. Das Konzert war richtig cool, ging sofort ins Ohr und wir waren angefixt. Eine Woche später lag die CD im Briefkasten (ich kaufe keine qualitätsversauten mp3s) und seitdem dreht diese sich im Auto in der Dauerschleife und auch sonst muss die gute Robyn ein ums andere Mal in unsere Anlage krabbeln und ihre Lieder trällern.
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Shine On – RIP Richard Wright

Gestern starb nach kurzem Krebsleiden Richard Wright, Keyboarder von Pink Floyd. Schöner Nachruf hier und hier
Für mich als Floyd-Maniac ein herber Verlust, war er doch maßgeblich am Sound und der Tiefe der Songs beteiligt.
Unvergesslich bleibt die Tour von David Gilmour 2006, bei der Wright am Keyboard saß.

Außerdem zeigt es mal wieder, wie schnell es gehen kann, nach dem wenigen, was man weiß, dauerte die Erkrankung nicht lange.
Ruhe in Frieden.

Nachtrag: (21:37 Uhr)
Ein wunderschöner Nachruf bei der Süddeutschen -> klick

Von zweien, die auszogen ein Konzert zu erleben

oder … "Der längste Tag (ein Drama in 5 Akten)"

Freitag war es endlich soweit, in Stuttgart fand der Tourabschluss der "Fornika für alle"-Tour der Fantastischen 4 statt und wir (Sarah, meine Schwester, 2 Freunde und ich) hatten Karten, juhu.
Über die Erlebnisse dieses Abends möchte ich nun berichten (Achtung, könnte länglich werden) „Von zweien, die auszogen ein Konzert zu erleben“ weiterlesen

Remember That Night

Der DVD-Tipp des Tages, der Woche, des Monats und was weiß ich noch alles.
David Gilmour – Remember That Night

Ein Live-Konzertmitschnitt von Gilmours letzter Tour, genauer gesagt den 3 Konzerten aus der Royal Albert Hall London im Mai letzten Jahres auf 2 DVDs.
Eine ausführliche Beschreibung erspare ich mir hier, die liefert die englische Wikipedia sowieso umfangreicher und besser, hier geht’s zum Artikel. Kurz gesagt, die erste DVD sind 2,5h Konzert, die zweite enthält massenhaft weitere Lieder in verschiedenen Versionen sowie recht unterhaltsame Dokus.

Wir waren ja letztes Jahr auf dem Konzert in Frankfurt (leider ist der Blog-Eintrag einem Datencrash zum Opfer gefallen) und der Abend war wirklich eine Nacht, um sich an sie zu erinnern. Am besten mit dieser DVD.
Ton und Bild sind super, der 5.1-Mix bringt nen richtig fetten Bass, der v.a. bei den rockigeren Stücken richtig gut reinknallt.

Absolutes Zentrum der DVD ist für mich „Echoes“, welches auf der Tour erstmals seit den 70er Jahren wieder in voller Länge aufgeführt wurde. Dieses Erlebnis alleine machte schon der Konzert zum unvergesslichen Ereignis, dieses Prachtwerk jetzt auch noch in grandioser Qualität auf DVD gebannt zu haben sorgt bei mir für ein Dauergrinsen bei jedem neuerlichen Betrachten. In reichlichen 22 Minuten macht man alles vom sanften Ping über folkigen Gesang, krachenden Rock und psychedelischen Soundeffekten mit, ein absolutes Highlight unserer Musiksammlung.

Die weiteren Tracks sind auch allesamt super gespielt, klingen richtig gut und wenn man bedenkt, dass Gilmour und der ihn begleitende Richard Wright beide schon über 60 sind, ist man umso beeindruckter von der musikalischen Leistung.

Für jeden, der Pink Floyd oder gute Live-Rock-Musik auch nur ansatzweise mag ein absoluter Pflichtkauf.

Ich höre was, das du nicht hörst

Wer es noch nicht gesehen hat, auf meiner Seite findet sich oben rechts, direkt neben der Shaun-Werbung eine Liste der zuletzt gespielten Musik, die hier lief (Zuhause/Laptop).
Zustande kommt das ganze über Last.FM, ein Dienst, der sehr geschickt Communityaspekte und Datensammlerei zu einer wirklich prima Anwendung verknüpft.
Das ganze funktioniert so, dass man auf der Seite entweder frei nach irgendwelchen Künstlern suchen kann und dann ähnliche Titel/Genres als eine Art Webradio hören kann oder dass man ein „persönliches“ Radio zusammengestellt bekommt. Das funktioniert, indem man die Musik, die man so hört „scrobbelt“, also automatisiert an Last.FM meldet. Aus den Daten wird ein Profil erstellt, welches ähnliche Musik und Künstler findet und einem in die persönliche Radiostation spült.
Die Trefferquote ist erstaunlich, man entdeckt ständig neues und kann nebenbei noch Leute finden, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben, wie man selbst.

Mindestens die Hälfte meiner Leser wird jetzt berechtigterweise auf die Datensammelwut hinweisen, die hier ausgelebt wird, schließlich lassen sich aus den gewonnenen Informationen, was ich wann höre sicher interessante Schlüsse ziehen.
Außerdem will die Seite ja Geld verdienen. Letzteres funktioniert so, dass man sich entweder als Abonnent auf der Seite registrieren kann (kostet ein paar Dollar im Jahr) und dann ein paar mehr Funktionen genießt, andererseits verlinkt die Seite im eigenen Player ständig auf die gerade laufende Musik, man kann sie also direkt bei Amazon kaufen.

Das ganze ist ausnahmsweise sogar legal und die Musikkonzerne haben inzwischen ne Menge Titel ganz offiziell an LastFM lizenziert.

Ein paar mehr Details bei Spiegel:
Das Geschmacks-verstärkte Radio und
CBS kauft Start-up last.fm für 280 Millionen Dollar

Nikki war nie weg – Update

Leute, ich sag’s euch, es ist Die Fornika.
Kaufen, kaufen, kaufen!

Kurzfazit: Geniale Rapmusik, geschmeidige Texte, große Vorfreude auf die Tour.

Achja, Karten müssen wir noch kaufen.

– – – Update – – –

Ein paar Tipps zum reinhören
– Einfach sein -> mit Herbert Grönemeyer (in einem Mini-Hook)
– Nikki war nie weg -> In den Gastrollen: Nikki, Niki und Nicky.
– Fornika -> im Stile von Thriller
– Du mich auch -> Smudo at its best
– Mission Ypsilon -> geil krächzend krachendes Instrumental von And Ypsilon

Die Karten sind gekauft, (jaja Juli, du kriegst auch eine) und am 7.12. sind wir in Stuttgart beim „Heimspiel“ für die 4.