Fettflut am Kantinentresen

Ihr lieben geneigten Leserinnen und Leser,

es trug sich gerade zu, dass ich vor Lachen beinahe unter den Tisch fiel, und das kam wiefolgt beschrieben.
Unsere Kantine hier war noch nie berühmt für irgendwelche Schmankerl;
das Einzige, was der Koch wirklich beherrscht, ist Bolognese-Soße und Pommes.

Unser Koch, nennen wir ihn einfach mal Maitre Grasse, hat ein offensichtliches Faible dafür, im Intranet-Speiseplan mit prima Adjektiven und Attributen wie „ofenfrisch“, „nach Großmutters Rezept“ oder „gabelzart“ die schlichtesten Gerichte als Haute Cuisine zu vermarkten. Einmal probiert, auf Ewigkeiten durchschaut.

Doch wollen wir einmal hinwegsehen über „Gebratene Maultaschen an feiner Tomatensoße“ und dergleichen Gaumenschmeichler – der Reißer schlechthin sind seine „Leichte Kost“-Menüs.
Letzte Woche: Gemischter Blattsalat mit Mozzarella-Sticks (selbstverständlich frittiert, sonst rutscht’s ja nicht!) und dazu Cocktailsoße.
Das steht auf der Never-ever-Liste von Heidis Hungerhakentruppe bestimmt auf Nummer 2, hier die unangefochtene Nummer 1:
Auch diese Woche ist mittwochs Schmalhans Küchenmeister – es gibt Bandnudeln mit LACHSwürfeln in KräuterSAHNEsoße.
Und darüber steht, so wahr ich Euch schreibe, „Leichte Kost“.

Danke, Maitre Grasse,
dass Du meinen Kolleginnen und mir so viel Freude am Montagmorgen bereitest, die Woche wäre trüb und grau und vor allem grässlich FETTIG, wenn es Dich nicht gäbe.

Fleischvergewaltigung

Wo ich grade bei Stockholm bin:
Sowohl Reiseführer als auch die Kollegin von Sarah empfahlen uns einen Besuch bei Rolfs Kök, einem netten Restaurant in Stockholm.
Wir waren also da, genossen ein perfektes Essen und erlebten am Nachbartisch eine echte, grauenvolle Vergewaltigung.
Die Szene: Viele kleine Tische, alle nebeneinander, jeweils ca. 50 cm auseinander. Dieses Arrangement erlaubt es dem Personal, durch simples Auflegen einer passenden Verbindungsplatte größere Tische zu basteln, die „übrigen“ Stühle hängen einfach an der Wand. Sehr schick, sehr praktisch. Für uns sehr … aufreibend, weil die Fleischverbrecher auf diese Weise ganze 50 cm von uns entfernt saßen. „Fleischvergewaltigung“ weiterlesen

Kameltreiber

Ich mag mein Windows Vista.
Wirklich.

Nur manchmal fragt man sich echt, ob da Kameltreiber programmiert haben und keine Softwareingenieure.
Thema: Druckertreiberinstallation.

Seit Windows 3.11 sieht das Fenster, um den Drucker auszusuchen ungefähr so aus:

druckerbildschirm

ENTSCHULDIGUNG?
Warum kommt da keiner auf die Idee, das Ding mal skalierbar zu machen? So scrollt man sich durch 100 Seiten HP- KamelDruckertreiber, um irgendwann den gesuchten (nicht) zu finden und ihn von Hand zu installieren.
*kotz*

Gel-Man

Situation: Urlaub, Holland, Einkauf, an der Supermarkt-Kasse

Wir stehen an der Kasse, vor uns ein Typ, mitte 30 und ca. 300 Gramm Gel in seinen Haaren, er sah aus, als hätte er ein Stachelschwein mit einer Schnecke gekreuzt und sich auf den Kopf gesetzt …
Unser Blick wanderte aufs Warenband und was lag da?
7 (!) Dosen Ultra-starkes-Mega-Kleb-Haargel. Sonst nix.

Wir waren den Tränen nahe 🙂

Shine On – RIP Richard Wright

Gestern starb nach kurzem Krebsleiden Richard Wright, Keyboarder von Pink Floyd. Schöner Nachruf hier und hier
Für mich als Floyd-Maniac ein herber Verlust, war er doch maßgeblich am Sound und der Tiefe der Songs beteiligt.
Unvergesslich bleibt die Tour von David Gilmour 2006, bei der Wright am Keyboard saß.

Außerdem zeigt es mal wieder, wie schnell es gehen kann, nach dem wenigen, was man weiß, dauerte die Erkrankung nicht lange.
Ruhe in Frieden.

Nachtrag: (21:37 Uhr)
Ein wunderschöner Nachruf bei der Süddeutschen -> klick

Froh, dass es vorbei ist

"Ich bin auch froh, dass es vorbei ist."

Die fast letzten Worte der Kommissarin Odenthal im aktuellen Tatort vor 5 Minuten. Und wir pflichten ihr bei. Dieses Machwerk war unserer Meinung nach der krudeste, unlogischste, extrem vorhersagbare und schlechteste Tatort seit langem. Seit sehr langem.

Ab ins Bett 😉

Von Luft und Liebe … und Warenrückgaben

Nicht nur im Bereich der IT gibt es Service-Abnehmer, die sich einer Entlohnung nachhaltig widersetzen.

Ähnlich Krudes spielt sich z. B. auch im Bereich der Medizinprodukte ab. So schon oft gehört: "Ja, guten Tag, Schwester Ulla vom Gyn-OP, wir haben hier zwei biologische Implantate von Ihnen, die sind seit fünf Monaten abgelaufen. Wir schicken Sie Ihnen zurück und Sie veranlassen dann die Gutschrift, gell?"

Nein, liebe Schwester Ulla, wir werden keine unzähligen Euros verschenken, nur weil Sie die Lagerhaltung nicht im Griff haben. Probieren Sie doch mal, mit ihrem verschimmelten Joghurt und dem Kassenbon von vor vier Wochen zum Supermarkt zu gehen und einen frischen Joghurt zu verlangen, nur weil der alte abgelaufen ist!

Wer in USA im Kaufhaus die Rolltreppe hochfährt und wen jeweils am Treppenabsatz eine freundliche Lady anspricht und umsorgt, dem wird schnell begreiflich, dass wir in Deutschland noch am Serviceangebot feilen können.
Was manchen aber ebenso zu fehlen scheint, ist ein gesundes Empfinden darüber, wann Serviceerwartung in Richtung unmäßiger Forderungen kippt.

von Luft und Liebe leben

Anruf bei uns in der Firma, der Admin eines kleinen Betries (noch kein Kunde von uns) hat irgendwelche Probleme mit dem Internetzugang. Gefunden hat er uns in google oder aufgrund einer Anzeige, ich erinnere mich nicht mehr.

Wir haben ihm den Preis gesagt, den unser Support pro Stunde kosten würde und dass wir ihm gerne helfen.

Antwort:"Ja nee, also daran habe ich jetzt kein Interesse, ich möchte ja nur, dass mir schnell (!) und kostenfrei jemand hilft und mein Problem beseitigt"

Da fällt einem nix mehr ein, gar nix. Glurps

Weiß ≠ weise

Wer kam eigentlich auf die bescheuerte Idee, weiße Autos toll zu finden?
Allerorten sieht man neuerdings diese grauenvolle Mode, an sich schicke Autos weiß zu lackieren und dann als hässliche Schmutzfänger durch die Gegend fahren zu lassen.

Irgendwie finde ich nur nen gediegenen Rolls Royce stilvoll in weiß, alles andere ist doch Killefit. Hoffentlich hat das bald ein Ende.

Meinungen?