New York – Tag 5 – Teil 2

U Turn:
Zum Abendessen sind wir schon wieder mit Tim verabredet, der uns dieses Mal zum Sushi Essen mitnehmen will, doch vorher haben wir noch 2 Stunden Zeit, ideal um einen weiteren „kleinen“ Spaziergang zu unternehmen.

Wir fühlen uns eigentlich immer noch ziemlich k.o., aber eine kleine Runde wird schon gehen …

Central Park, Manhattan

Der Park ist ja ganz in der Nähe, nach 3 Minuten Fußmarsch sind wir auch schon da und laufen einfach eine Weile dort herum.
Das Gefühl ist sehr eigenartig – man ist wirklich relativ weit weg von dem ganzen Krach der Stadt und fühlt sich „im Grünen“. Andererseits ist man mittendrin, rundum stehen Wolkenkratzer und die überaus schicken Häuser der Upper East und Upper West Side.

Den meisten Verkehr machen noch die Horden von Joggern, Inline-Skatern und Radlern aus.
Ich sollte eher sagen die „Joggerbots“, denn was da herumrennt, sind keine gewöhnlichen Jogger, nein, das sind Kampfmaschinen auf zwei Beinen.

Joggerbots im Central Park

Diese Menschen laufen nicht, sie rennen in einem Affenzahn die Hügel hoch und runter und überholen dabei selbst langsame Autos und die gemütlich kreisenden Düsenjets.
Ok, ich übertreibe, aber was da zusammengerannt wird, ist schon beeindruckend.

Wir schlängeln uns durch die Robotermassen, genießen den Ausblick, kommen am MET vorbei und landen bald vor dem unglaublich gut aussehenden Guggenheim Museum.
Leider haben wir in der kompletten Woche keine Zeit und keinen Nerv für einen oder mehrere Museumstage, aber wir sind ja nicht das letzte Mal da.

Ich habe mal www.jogmap.de genutzt, um unsere Route in etwa abzuspeichern. Der Informationsgehalt ist wohl nicht soooo hoch, aber es gefällt mir ganz gut; außerdem kann ich so auf 1-2 Stellen hinweisen, wo wir Pause machen.
Jogmap-Route
Am Guggenheim-Museum mache ich ein Selbstportrait à la Jahrmarkt:

Spiegel-Spass

Vor uns das leidlich bekannte Guggenheim-Museum, welches wir beim nächsten New-York-Besuch bestimmt nicht nur von außen sehen werden.

Guggenheim-Museum

Wir wandern einmal komplett um den großen Teich, das „Jackie Kennedy Onassis Reservoir“ herum, weichen weiteren Horden der Joggerbots aus und genießen die Stimmung und den Sonnenuntergang.

Skyline

Skyline nach Westen
Skyline
Blick aufs GE Building The Rock
Blick aus dem Central Park auf die West Side

Die Gegend wirkt geradezu beschaulich, was sich natürlich sofort ändert, als wir den Park verlassen und uns durch die Upper West Side in Richtung Restaurant kämpfen.

Nach ein paar weiteren Minuten Spaziergang stehen wir auch schon vor unserem Abendziel, dem „Amber„.
Moment, „Amber“? Wollten wir nicht Sushi essen gehen?
Egal – nicht alles, was Sushi ist, muss gleich „Tokyo“ oder „Fuji“ heißen, die inneren Werte zählen schließlich.
Also hereinspaziert und mit Tim einen richtig guten und leckeren Abend gehabt. Nebenbei haben wir einmal wieder gelernt, dass wir uns auch an Mini-Häppchen richtig überfressen können. Amber ist definitiv ein Tipp – das Ambiente im Laden ist schon ein Knüller, das Essen auch.

Am späten Abend dann der letzte Spaziergang nach Hause, vorbei an der Met, aus der Ferne sehen wir den Time Square glühen, wollen aber nur noch ins Bettchen.

Gute Nacht.

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New York – Tag 5 – Teil 1

Du gute Güte, schon wieder 2 Monate her seit dem letzten Blogpost. Ich komme dann mal den vereinzelten Bitten um Fortsetzung nach und widme mich wieder dem Verfassen von Reiseberichten.

Wir schreiben Dienstag, den 24.03.2009, in New York scheint immer noch die herrlichste Frühlingssonne bei 11-20°C und das Power-Urlaubs-Team Blau-Leichsenring hat einen weiteren langen Tag vor sich.

U Go:
Wir beginnen den Tag … ach wie immer halt … mit Kaffee im Becher, Oatmeal aus der Pappe, Scone aus der Hand und einem ausgedehnten Spaziergang.
Heute laufen wir direkt vom Hotel erst einmal immer nach Osten und wenden uns dann irgendwann gen Süden, um hier zu landen:

Größere Kartenansicht

Na wer hats erkannt?
Genau! Das UN-Hauptquartier.

UNO:
Wir starten also mit ein wenig Bildungsprogramm und wollen uns das UN-Hauptquartier anschauen samt Führung.
Doch vor der Bildung steht – wie so oft – ein umfassender Sicherheitscheck. Okay, wir sind hier gewiss an einer exponierten Lokalität „New York – Tag 5 – Teil 1“ weiterlesen

New York – Tag 4 – Nachtrag

Hoppala, da fiel mir doch direkt nach Veröffentlichung des Artikels zu Tag 4 ein, dass mir ein total wichtiger Teil des Tages entfallen war.

Das Mittagessen.

Großer Fehler, großer, großer Fehler.
Somit schiebe ich jetzt kurz den Bericht hierzu dazwischen, und für spätere Zeiten füge ich das später auch in den eigentlichen Artikel ein.

Also, nach dem Wandern, Staunen, Schlafen und Augen-aus-dem-Kopf-Glotzen ist das Essen unser wichtigster Zeitvertreib in der Stadt, somit darf „New York – Tag 4 – Nachtrag“ weiterlesen

New York – Tag 4

Es ist Montag (der 23.03.2009) – endlich mal die Stadt an einem Werktag erleben!
Wir kamen zwar Freitag bereits an, waren da aber noch total geplättet von der Anreise und konnten nur die beschriebene kleine Stippvisite machen.
Nun also auf ins Gewühl; die Woche beginnt, die Stadt erwacht nochmal deutlich lauter, voller und agiler als am Sonntag.

Shoppingwahn:
Unser Frühstück nehmen wir – wie in den folgenden Tagen auch – bei Starbucks zu uns, das 3,95$-Sparfrühstück bestehend aus Kaffee und Scone bzw. „Perfect Oatmeal“ hatte ich ja bereits beschrieben.

Wie beginnt man nun am besten eine neue Woche?
Genau, Geld ausgeben.
Und wo geht das am besten? Nun, da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben, und jeder darf jetzt mal kurz in Verschwendungsträumen schwelgen, derweil machen Sarah und ich uns auf den Weg zu Macy’s, dem größten Kaufhaus der Welt.
Auf dem Weg dorthin kommen wir hier vorbei, bei sehr schönem Licht:

Empire State Buidling

Macy’s ohne Plan:
Doch nun auf ins Shoppingvergnügen.
„New York – Tag 4“ weiterlesen

New York – Tag 3 – zweiter Teil

So, es ist an der Zeit.
Ich merke, dass ich irgendwie nur im Urlaub oder an Wochenenden – wenn ich so richtig entspannt bin – schreiben kann.
(In Anbetracht meiner Aufsatzkünste in der Schule ist das doch ein gewaltiger Fortschritt, damals klappte das nämlich quasi nie, zumindest nicht lesenswert, fragt meine Eltern!)
Also los, es ist Samstag, die Sonne scheint, ich haue dann mal in die Tasten.

Wir rekapitulieren nach langer Schreibpause: Der Tag (Sonntag, der 22. März 2009) begann mit Frühstück im Europa-Café, einer ausgedehnten Wanderung durch Greenwich Village sowie gute Teile Manhattans und wir bewegten uns auf das erste kulturelle Highlight zu, den Besuch in der kleinsten Oper der Welt.

La Bohème

Eine kurze Geschichtsstunde:
Wir schreiben das Jahr 1948. Der Italo-Amerikaner Anthony Amato hegt einen Traum: Sein eigenes Opernhaus.
Kein großes gewaltiges, keine Konkurrenz zu den etablierten Häusern von Welt, sondern ein Haus, welches jungen Kunstschaffenden die Gelegenheit geben soll, Auftrittspraxis zu sammeln.
Gesagt, getan – er gründet gemeinsam mit seiner Frau die „Amato Opera“. In den ersten Jahren zieht man noch umher und gibt Vorstellungen in den verschiedensten Häusern. Seit 1964 hat man dann ein eigenes Gebäude zur Verfügung, 319 Bowery Street, ein damals schon 65 Jahre altes, schmales, enges Gebäude. Mit viel Kreativität, Geschick und unter Ausnutzung aller Ecken und Winkel schafft man es, in diese Mauern einen Zuschauerraum für ganze 107 Zuschauer (und evtl. noch einen halben) samt Empore, Bühne und „Orchestergraben“.
Im Laufe der Zeit stehen auf der Bühne geschätzte 10.000 Sängerinnen und Säger, die in über 60 verschiedenen Opernproduktionen auftreten.

2009 – das Jahr unseres Besuches – ist die 61. Spielzeit und gleichzeitig die letzte. Im Mai 2009 fällt der rote Samtvorhang zum letzten Mal, das Haus wird schließlich verkauft und Mr. Amato – inzwischen stramme 89 Jahre alt – will laut eigener Aussage „einen neuen Lebensabschnitt beginnen und sich anderen Dingen widmen“.
Ganz richtig, der alte Herr steht und stand bis zuletzt auf und unter der Bühne, leitete das Haus und die Aufführungen, begrüßte herzlich seine Gäste und trat keinen Schritt kürzer. Beeindruckend!

Mehr zur Geschichte:
Die ZEIT
GEO

Und wie kommen wir dahin?
Gute Frage, wie kommen wir eigentlich auf die Idee, uns in gerade dieses Abenteuer zu stürzen?
Ja, wie haben wir überhaupt davon erfahren?
Ganz einfach, vor ca. 2 Jahren sahen wir eine Reportage gesehen (ein Hoch auf die Reportagen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens), in welcher die ganze Geschichte und der Alltag in der Amato Opera ausgiebig erzählt wurde.
Abgesehen von der schieren Kuriosität des Hauses und der „Qualität“ der Aufführungen hatte uns damals schon die Energie und Leidenschaft, mit der Tony Amato sein Lebenswerk auch im Greisenalter noch betreibt, höchst beeindruckt.
Als ich dann nach etwas Programm für unsere Reise suchte, fiel mir die Oper natürlich wieder ein und ich kaufte kurzerhand zwei Karten für „La Bohème“ – gerade noch rechtzeitig, denn kurz darauf wurde bekannt, dass die nächste Spielzeit die letzte sein würde. Welch ein Glück für uns.

Das Erlebnis
Genug der Vorrede, ich komme jetzt mal zum Thema zurück, unserem Besuch und der Aufführung.
Wie dem Bild aus dem Programmheft oben zu entnehmen ist, beginnt „unsere“ Vorstellung um 14.30 Uhr, eine weitere Besonderheit dieses Hauses. Der Anspruch der Amatos war nicht nur, jungen Künstlern und Hobbysängern eine Bühne zu bieten, sondern auch, Familien und weniger betuchten Besuchern einen Opernbesuch zum einen finanziell zu ermöglichen, zum anderen aber auch zu familienfreundlichen Zeiten anzubieten. Daher der Sonntagstermin zur ungewöhnlich frühen Stunde, welche es den Besuchern jedoch erlaubt, nach der Vorstellung noch den Abend zu genießen oder die Kinder früh ins Bettchen zu stecken.
Wir treffen also zeitig am Ort des Geschehens ein und sind erstmal geplättet, weil das Haus in Realität nochmal viel kleiner und schmaler wirkt als im Film und auf Bildern.

Amato Opera

Amato Opera

Drei Fensterreihen, geschätzte 5 Meter von einer Seite zur anderen, und das war’s auch schon.

Die nächste halbe Stunde vergnügen wir uns, indem wir die weiteren Gäste beobachten.
Wir sind nicht nur die jüngsten Besucher, wir sind auch deutlich „underdressed“: Selbst bei läppischen 25 Dollar Eintritt wirft sich die geneigte Mutter/Oma von Welt gerne in Schale (oder auch in den gammligen Pelz von Mutters Mutter).
Wir in unserer Touristenkluft fallen zwar nicht weiter unangenehm auf, passen aber nicht so recht zu vielen der nach besten Kräften gestylten Besucher. Gottlob sind wir in Amerika, auch hier gibt es die unvermeidlichen T-Shirt-Träger und Bundfaltenhosen-Papas im Freizeitstil.
Doch selbst wenn wir im Lumpensack gekommen wären … wen schert’s, uns kennt ja doch keiner 🙂

Die Türen öffnen sich, wir können endlich rein.
Wenn das Haus von außen klein wirkt – innen hat man das Gefühl, sich in einem bestuhlten Fuchsbau zu befinden.
Der Weg führt uns zunächst in den Keller, dort ist der Zuschauerraum, die Garderobe und die „Snackbar“, an der man sich stärken und der Oper ein paar Merchandise-Dollar in die Kasse spülen kann.
Wir verzichten, suchen unsere Plätze auf (schön weit vorne) und genehmigen uns einen ausführlichen Rundblick.

Amato Opera - Zuschauerraum

Der Zuschauerraum, Blick von vorne nach hinten. Ganz hinten sieht man schemenhaft die Garderobe, auf der linken Seite kommen vielleicht noch 2 Reihen Stühle, nicht mehr.
Amato Opera - die Empore

Die beeindruckende Empore, „Loge“ will ich es nicht nennen.

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber der Raum ist so eng und klein, dass es ohne Weitwinkelobjektiv schlicht unmöglich ist, auf einem Bild alles unterzubringen, man kann einfach keinen Schritt zurückgehen, um den Bildauschnitt zu vergrößern.

Doch halt, wofür habe ich eine Frau Spielberg, die mit der Kamera filmt und und hier einen Michael Ballhaus-würdigen 360-Grad-Schwenk produziert. Doch seht selbst:

Mitten im Witzeln über die Mitbesucher stellen wir fest, dass unsere direkten Sitznachbarinnen Deutsche sind, also von nun an VORSICHT mit den bösen Sprüchen …

Die Vorstellung beginnt.
Ich hab ja keine Ahnung von Oper im Allgemeinen, von La Bohème im Speziellen noch viel weniger, also kann ich vollkommen unbelastet die Vorstellung genießen … ähm, nun ja … erleben.
Was uns hier erwartet ist schon sehr eigen. Wie gesagt, die Oper bietet Nachwuchssängern, Hobby-Nachtigallen und Möchtegern-Carusos die Gelegenheit aufzutreten. Die Qualität der Sänger schwankt somit von „wow“ bis hin(ab) zu „ich will hier weg“.
Wir haben beide sehr gute Ohren und – ganz unbescheiden – auch ein trainiertes musikalisches Gehör. Selbst bei hochwertigen Aufnahmen, Auftritten oder sonstigen Darbietungen nehmen wir damit auch „Fehler“ wahr, die viele andere Menschen eben nicht wahrnehmen.
Insofern bietet das Gajaule der Gesang der Sopranöse durchaus Gelegenheit, unsere angeborenen Fluchtreflexe kontrollieren und beherrschen zu üben, was uns bravourös gelingt.
Der Aufführung an sich mangelt es an nichts: Es gibt Bühnenumbauten, Massenszenen und alles, was man sich vorstellt, sogar englische Untertitel für den italienischen Text werden geboten.
Wie bereits bemerkt, die Gesangsleistungen sind teilweise auch durchaus hörenswert (der Tenor!) und die Zeit vergeht fix, am Schluss sind alle tot (oder so) und wer es nicht ist, lebt weiter bis ans Ende seiner Tage.

Alles in allem ein Erlebnis der Extraklasse – skurril, witzig, eingeschränkt kulturell empfehlenswert, aber herzerwärmend und ein rundum toller Nachmittag.
Zum Abschluss noch ein Blick in den Orchestergraben, in dem vier Leute ihre Nasen aneinanderreiben.

Amato Opera - der Graben

Wir kriechen aus dem Fuchsbau und vernehmen ein dumpfes Donnergrollen.
Nein, es nähert sich keine Schlechtwetterfront, unsere Mägen hängen auf Halbmast, wir verspüren einen ganz leichten Hunger.

Nahrungsaufnahme
Also begeben wir uns auf die Jagd, was in der Neuzeit nur heißen kann, dass wir uns ein Restaurant suchen, welches unsere Magenkrankheit behandelt.

Die bekannte Bleeker Street ist direkt um die Ecke, dort findet sich an jeder Ecke ein Restaurant, die Auswahl ist schier endlos, nur die Frage, was wir eigentlich wollen, was wir zu bezahlen bereit sind, ob und wie lange wir anzustehen bereit sind, stellt uns zwei Entscheidungsneurotiker vor ungeahnte Schwierigkeiten.
Der Reiseführer empfiehlt „Joe’s Pizza“ als eine der besten Quellen für bezahlbare Steinofenpizza, nur leider ist die Schlange vor der Bude ziemlich lang und wir suchen erst einmal weiter.
Nach gefühlten zwei und tatsächlich nur einer Stunde erfolgloser Suche kehren wir doch wieder zu Joe’s zurück und reihen uns in die Schlange ein.
Die Geschwindigkeit, mit der es hier vorangeht, haben wir vollkommen falsch eingeschätzt, denn anstelle der befürchteten Stunde stehen wir nur ca. 5-10 Minuten und bekommen auch schon einen Platz zugewiesen.
Die Pizzen sind wirklich günstig (20 Dollar pro Wagenrad-Pizza) und riesig, genau das Richtige für unsere Schrumpfmägen. Dazu sind sie noch richtig lecker, wir hauen also ordentlich rein und lassen nichts übrig.

Joe's Pizza

Sarahs Pizza

Unscharf, meine Finger zitterten noch vor Hunger, aber man kann die Dimensionen erahnen.

Nach dem ausgiebigen Mahl begeben wir uns auf den Heimweg, um eine kleine Pause (wie wäre es mit einer gazen Nacht erfrischenden Schlafes?) zu machen, immerhin sind wir schon wieder unzählige Stunden und Kilometer unterwegs gewesen.

Auf dem Weg ins Hotel hören wir – wie ständig in der Stadt – noch die eine oder andere Sirene, und selbst die sind es wert, ihnen einige Zeilen zu widmen.

Sirenen
Sarah hatte mir schon von ihren vorherigen Aufenthalten in der Stadt die abenteuerlichsten Geschichten über die „Kunst“ der Sirenenbediener von Polizei und Feuerwehr in New York erzählt.
Reine Wunderdinge sollen die mit ihren Tröten vollbringen, kleine Sinfonien in Moll, Dur und neuzeitlichen Tonarten produzieren und angeblich klingt kein Signalhorn wie das andere.

„Feuerwehrlatein“ dachte ich nur und wurde eines Besseren belehrt.

Was man hier geboten bekommt ist tatsächlich so einmalig, unbeschreiblich und anders, dass ich einfach darüber schreiben muss.

Dem geneigten Sirenenmaestro stehen sage und schreibe 5 verschiedene Signaltöne zur Verfügung, vom „gellenden Schrei“ über das „Heulen“ und „Jaulen“ hin zum klassischen „Martinshorn“ und dem Videospielartigen „Fast„.

Aus diesem Arsenal bastelt sich jeder Fahrer seine individuelle Kakophonie der Abschreckung zusammen und spielt virtuos auf der Klaviatur des Gejaules (ob sich die Sopranöse aus der Amato Opera in einen Sirenenautomaten eingeschlichen hat?).
Der interessierte Zuhörer erlebt – wenn er sich mal darauf konzentriert – tatsächlich einen sich stetig wandelnden Klangteppich, die Officers übertreffen einander stetig in neuen Varianten der kreativen Anordnung obiger Töne. Es jault, sirrt, zwitschert und singt in ungekannter Vielfalt, eine wahre Pracht.

Ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema findet sich bei der New York Times.
Ohrenbetäubende Sinfonie mit dem Maestro in Blau
Bei Youtube finden sich noch einige Beispiele, leider habe ich nichts gefunden, was wirklich die „Kunst“ erkennen lässt, also müsst ihr mir einfach glauben 🙂
Einige eher konservative Sirenen“durchklingler“

Der Gesang der Sirenen kann uns jedoch nicht auf Irrwege führen – wir finden mühelos den Weg ins Hotel, wo unsere kurze Ausruhphase in ausgiebigen Grunzern auf den King-Size-Betten endet, wir erwachen am nächsten Morgen, es ist Montag.

Weiter geht’s bei Tag 4!

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New York – Tag 3 – erster Teil

Hallihallo, ich begrüße alle Leserinnen und Leser zum neuesten Teil meines kleinen New-York-Reiseberichts.

Ein wichtiger Hinweis:
Mich haben schon mehrere Leute angesprochen und waren ganz verwundert, dass sie mich jetzt gerade hier (in Deutschland) antreffen, sie dachten, ich sei doch in New York.
Unsere Reise fand im März 2009 statt, wir sind also schon eine Weile wieder da. Ich schreibe das Ganze jedoch im Präsens, weil mir das einfach passender erscheint. Außerdem hatte ich bisher schlicht weder Zeit noch Nerven, mich jeweils ein paar Stunden hinzusetzen und Artikel zu schreiben – daher lagen die Manuskripte einige Monate „auf Halde“.

Also auf ins Vergnügen, der dritte Tag (Sonntag, 22. März 2009) steht an.

Frühstück und Greenwich Village
Immer noch beglückt vom über Nacht verstoffwechselten Burger erwachen wir und beginnen den Tag direkt mit dem Frühstück. Wir haben aus den Erlebnissen des Vortags gelernt und verzichten auf langwierige Suchaktionen.
Diversen Reiseführern zufolge soll das Frühstück in den Filialen von „Europacafé“ gut und bezahlbar sein, das nächste ist – wie nicht anders zu erwarten – an der nächsten Straßenecke, also rein ins Vergnügen.
Für mich gibt’s ein klassisches Frühstück, Madame bekommt ein schleimiges Oatmeal.

Oatmeal

French Toast

Fazit: In Ordnung, aber noch steigerungsfähig.

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New York – Tag 2 – zweiter Teil

Nach unserem spannenden Frühstück und dem sehnsüchtigen Blick auf den Heliport gelangen wir wieder zum Battery Park an der Südspitze Manhattans.
Hier hat man – gleich neben dem vollkommen betonierten Financial District gelegen – einen grünen Ort der Ruhe.
Nun gut, Ruhe herrscht hier vermutlich nur an Wochenenden vor 8 Uhr morgens, ansonsten ist der Park voller Menschen, Souvenirverkäufern und einer hunderte Meter langen Schlange für die Fähren gen Freiheitsstatue und Ellis Island, welche dort ablegen.

Downtown
Wir sparen uns die Schlange, genießen einen ausgedehnten Blick auf die Hochhäuser und entdecken unser erstes Grauhörnchen.

Battery Park plus Hochhausgewürfel

Squirrel

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New York – Tag 2 – erster Teil

So, wir sind beim Bericht zum zweiten Tag unserer Reise angekommen.

Der Morgen beginnt sehr früh, immerhin sind wir noch voll in der Zeitverschiebung, also wachen wir gegen 5 auf und beginnen den Tag mit gepflegtem Morgenfernseh-Zapping.
Besonders hervor tut sich „NY1„, der lokale Stadtsender mit Wetterbericht alle 7 Minuten und auch ansonstem morgentauglichem Programm mit 30-minütigem Wiederholungsintervall. Die Themen reichen von Wetter über Verkehr zu den üblichen Klatschstorys und lokalen Neuigkeiten.
Die Morgenprogramme bei ABC, NBC und wie sie noch alle heißen sind in etwa vergleichbar mit dem Morgenfernsehen bei unseren Privaten, nur bunter.

Das vom Hotel für einen Aufpreis von 2 Dollar angebotene Frühstück ignorieren wir großzügig und begeben uns zur U-Bahn.
Die nächste Station liegt am Columbus Circle, also nette 5 Minuten Fußweg vom Hotel weg, und wir können einmal am südwestlichen Ende des Central Parks entlanglaufen.
Doch halt, was fehlt an einem sonnigen New-Yorker-Sonntagmorgen zum Aufwachen? Ein zünftiger Kaffee von Amerikas Kaffeeröster Nr. 1, Starbucks.
Wie ich ja schon schrieb, ist Starbucks häufiger zu finden als jeder andere Laden, teilweise gibt es tatsächlich ein einer Straßenkreuzung zwei Filialen und einen Block weiter (das sind ca. 60 m) findet man mit einiger Sicherheit den nächsten Laden.
Bei Starbucks gibt es für knapp 4 Dollar ein „Frühstück“ bestehend aus einem Kaffee und einem Scone oder einem Perfect Oatmeal (das sind im Prinzip Schmelz-Haferflocken eingeweicht in heißem Wasser mit ordentlich braunem Zucker samt ein paar Cranberries und schmeckt besser als es klingt).
Leider haben wir das an diesem Tag noch nicht auf dem Radar und begnügen uns mit einem Käffchen. Später mehr zu diesem Thema 🙂

Wo sind wir? Ach genau, auf dem Weg zur U-Bahn.
Wir nehmen die Linie, die uns direkt zur Endstation „South Ferry“ führt, denn unser Plan ist erst einmal ein kleiner Ausflug mit der Staten Island Ferry nach – genau – Staten Island und zurück, um eine erste Aussicht auf Manhattan zu bekommen.

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New York – Tag 1 – dritter Teil

Es folgt unser erster Spaziergang und mein erster Ausgang in New York überhaupt. Ich bin furchtbar aufgeregt, immerhin habe ich von diesem Augenblick wirklich ewig geträumt und wie oft im Leben werden Träume schon wahr?

Unser Ausgangspunkt war natürlich unser Hotel:

Größere Kartenansicht

Die erste Runde führt uns unter anderem zu folgenden Stationen:
Zum Apple Store auf der 5th Avenue.
Eindruck: könnte spannender sein, ist halt ein überfüllte Laden, in dem man Apple-Kram kaufen kann.

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