New York – Tag 4

7. März 2010 Olaf 1 Kommentar

Es ist Montag (der 23.03.2009) – endlich mal die Stadt an einem Werktag erleben!
Wir kamen zwar Freitag bereits an, waren da aber noch total geplättet von der Anreise und konnten nur die beschriebene kleine Stippvisite machen.
Nun also auf ins Gewühl; die Woche beginnt, die Stadt erwacht nochmal deutlich lauter, voller und agiler als am Sonntag.

Shoppingwahn:
Unser Frühstück nehmen wir – wie in den folgenden Tagen auch – bei Starbucks zu uns, das 3,95$-Sparfrühstück bestehend aus Kaffee und Scone bzw. “Perfect Oatmeal” hatte ich ja bereits beschrieben.

Wie beginnt man nun am besten eine neue Woche?
Genau, Geld ausgeben.
Und wo geht das am besten? Nun, da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben, und jeder darf jetzt mal kurz in Verschwendungsträumen schwelgen, derweil machen Sarah und ich uns auf den Weg zu Macy’s, dem größten Kaufhaus der Welt.
Auf dem Weg dorthin kommen wir hier vorbei, bei sehr schönem Licht:

Empire State Buidling

Empire State Buidling

Macy’s ohne Plan:
Doch nun auf ins Shoppingvergnügen.
Nein, immer noch nicht, uns überraschen erst einmal die Öffnungszeiten, der Laden macht nämlich erst um 10 Uhr auf!
Also stehen wir ein wenig peinlich berührt inmitten vieler Touristen vor der Tür herum und warten. So müssen sich die Menschen früher gefühlt haben, als es bei uns noch echte Schlussverkäufe gab.

“Größtes Kaufhaus der Welt”, das klingt ja schon beeindruckend. Sowohl von außen als auch innendrin hat man allerdings nie das Gefühl, das Haus sei riesig. Das liegt aber vor allem daran, dass innen alles sehr “zerfurcht” und kleingliedrig ist, man hat nicht diese Hallen, wie man sie aus den modernen Malls dieser Welt gewohnt ist.
Außerdem verteilen sich die vielen Quadratmeter auf sage und schreibe 10 Stockwerke.

Hier mal zur Veranschaulichung der Dimension ein Bild von oben: Macy’s nimmt den ganzen Block ein, der hier in der Mitte zu sehen ist.

Größere Kartenansicht

Vor dem Einkauf steht ein ganz wichtiger Gang zum Macy’s Customer Service Desk: Zur Beschaffung einer RABATTKARTE.

Macy's Rabattkarte

Macy's Rabattkarte


Diese spezielle Touristenkarte bekommen alle Ausländer und sie verschafft direkt 11% Rabatt (= Höhe der Steuern für die US-Bürger), auch auf Sonderangebote und Tiernahrung.

Einkaufen in amerikanischen Kaufhäusern ist für deutsche Kunden zu Beginn etwas anstrengend, zumindest aber sehr ungewohnt.
Circa alle 10 Meter steht eine Verkaufskraft und wartet darauf, einem zu Diensten zu sein. Hier kommt sofort die typisch amerikanische Freundlichkeit zutage, die von vielen Deutschen als scheinheilig oder oberflächlich gesehen wird. Ist sie an vielen Stellen bestimmt auch, beim Einkaufen aber fühlt man sich aber immer prima bedient.
Ich muss also mit dutzenden “Hi, how ‘ya doin’?” zurechtkommen und bewundere hier immer die Amerikaner selber, die auf diesen Gruß, der nicht mehr als “Guten Tag” heißt, einen ganzen Katalog von knackigen, fluffigen, schnell heruntergenuschelten und dennoch freundlichen Erwiederungen parat haben, mit denen sie dem Fragenden aber direkt klar machen, ob und in welchem Maße sie Unterstützung benötigen.
Wir brummeln meistens ein “fine, thanks, we’re just walking around” raus und wühlen uns weiter durch die Ausstellungslandschaften.
Zurück zum Einkaufserlebnis: Im Unterschied zu fast jedem deutschen Kaufhaus fühlt man sich als Kunde nie als Störenfried, der die Verkäuferinnen bei wichtigen Besprechungen der letzten Kaffekränze, Familiensorgen oder körperlichen Gebrechen stört.
Genau dieses Gefühl habe ich bei uns beinahe immer; gerade in den derzeit reihenweise pleite gehenden “Traditionskaufhäusern” sind die Verkaufskräfte vielmals dermaßen mit sich selbst beschäftigt, dass man sich schon fast überwinden muss, sie anzusprechen, um darauf hin noch böse Blicke zu ernten.

Ganz anders hier, wir werden angesprochen, wenn wir Hilfe brauchen; man kümmert sich ausführlich, freundlichst und zuvorkommend um uns, und wenn dabei dann nur ein 10-Dollar-T-Shirt abfällt, ist man auch nicht beleidigt, sondern bleibt wunderbar nett.

Der Einkaufserfolg beschränkt sich fast komplett auf mich, wir stiefeln munter durch unzählige Klamottenabteilungen verschiedenster Hersteller und Marken und kaufen fleißig Hosen, T-Shirts und so weiter.
Unsere tolle Rabattkarte brauchen wir dabei erstaunlicherweise nie, die Verkäufer klären uns an fast jeder Station auf, dass (auf Grund der Wirtschaftskrise) bei den sowieso schon großzügig rabattierten Waren (meistens 30-50%) nochmals 20% (und nicht nur 11%) “Aktionsrabatt” hinzukämen und somit unsere Karte gänzlich unnötig sei.

Ein Highlight im Macy’s sind zweifellos die schönsten Rolltreppen, die man sich vorstellen kann, nämlich uralte, betörend ratternde, riechende, zerranzte und fleckige Holzrolltreppen.
Nach kurzer Suche findet Madame diese wieder und wir erleben gemeinsam dieses ganz besondere klappernde Geräusch.

Noch ein paar Beispiele: Eins, zwei und drei.

Kreditkartentran:
Als wir irgend eines der vielen Kleidungsstücke bezahlen wollen, passiert es dann, das Unfassbare: Madames Kreditkarte (die wir an diesem Tag schon ein paar Mal benutzt hatten) wird zurückgewiesen.
Ooooooops, großer Schreck.
Kurzfristig nehmen wir einfach meine, während uns der Verkäufer informiert, dass das häufiger vorkäme und vermutlich eine Schutzsperre sei.

Und diese Gelegenheit nutze ich, um einmal zu berichten, wie das mit dem Bezahlen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten abläuft.
Hierzulande ist es ja üblich, mit Bargeld oder der EC-Karte zahlen zu können, letztere wird fast überall genommen. Wenn man aber eine Kreditkarte hat, muss man vielerorts schon Glück haben, damit diese auch akzeptiert wird.
Ganz anders in den USA.
Bargeld ist immer okay, und in einigen Läden werden sogar überhaupt keine Karten akzeptiert. Allerdings kann man sich in solchen Fällen vollkommen sicher sein, dass ein Geldautomat in irgendeiner Ecke steht, an dem man das nötige Klein- und Scheingeld ziehen kann.
Meistens jedoch zahlt man vollkommen bequem mit der Kreditkarte.
In ca. 50% der Fälle wurde dann eine Unterschrift verlangt (aber nicht kontrolliert), die restliche Zeit “swoosht” man die Karte einfach durchs Lesegerät, bekommt seine Rechnung und zieht weiter. Als Beispiele dienen hier McDo, Starbucks etc. – die großen Ketten eben.
Dieses “Swooshen” wurde für uns zur gewohnten Handbewegung und wir haben irgendwann quasi jeden Einkauf mit der Karte bezahlt, sei es die Flasche Wasser im DuaneReade, das Mittagessen, der Kaffee bei Starbucks, die Klamotten oder oder oder. Swoosh-swoosh-swoosh.

Tja, eine unserer Karten war nun also gesperrt und dieses Thema musste umgehend geklärt werden.
Also wurde die Kreditkartenfirma angerufen und das Problem geschildert.
Hier muss ich die Firma loben, man hatte eine automatische Schutzsperre eingerichtet, nachdem man festgestellt hatte, dass die Nutzung der Karte in kürzester Zeit geradezu explodiert ist und die Karte dazu noch innerhalb einer Woche in Deutschland, Schweden und den USA genutzt wurde (in den USA eben mit unzähligen Mini-Beträgen, aber auch größeren Brocken wie z. B. der Vorkasse im Hotel).
Man informiert uns also über obigen Sachverhalt, wir können das schnell aufklären, aber um wirklich sicher zu sein, dass alles korrekt ablief, muss die freundliche Telefondame mit Sarah jeden einzelnen Buchungsposten im entsprechenden Zeitraum durchgehen.
Ein großer Spaß, dabei zuzuhören … (“150 schwedische Kronen, jaja, das war im Restaurant in Stockholm”, “2 Tage später 2 Dollar hier, 3 Dollar da, 5 Dollar dort und so weiter und so fort.”)
Die ganze Prozedur – welche übrigens in der Abteilung für gelbe und orange Krawatten stattfindet – dauert ca. 10 Minuten, dann ist zum einen die Dame beruhigt und schaltet die Karte direkt wieder frei, und zum anderen sind wir doch etwas überrascht, wie oft wir schon diese “swoosh”-Bewegung gemacht haben. :)
Die angstschweißfeuchten Fingerchen trocknen, das Abenteuer kann weitergehen.

Markenmann:
Nach ein paar Stunden haben wir genug von Macy’s und beschließen, unsere Beute in die Höhle ins Hotel zu tragen.
Auf dem Weg dorthin schlendern wir über die 5th Avenue und finden dort noch einige Kleinode des Konsums, in denen wir dank höchster, geradezu yogistischer Selbstdisziplin die gerade rehabilitierte Kreditkarte schonen.

Da gibt es zum Beispiel den NBC-Store im Rockefeller Center, auf den ich später noch eingehen werde.
Außerdem den NBA-Store.
Hier findet der geneigte Basketballfan alles, was sein Herz begehrt … und noch viel mehr. Alles, was man sich auf den Leib hängen kann, woraus man trinken, wovon man essen, womit man spielen, werfen, oder den DVD-Player füttern kann. Und zwar für jeden der aktuell 30 Klubs und für unzählige ehemalige Spielerstars.
Der Wahnsinn.

Auch wahnsinnig ist der Kunde, der es geschafft hat, die Drehtür zum Laden genau verkehrt herum zu benutzen und sich mit aller Macht gegen die eigentliche Drehrichtung aus der Tür zu drücken. Ein Bild für die Götter.

Ebenfalls herzerwärmend putzig: Nintendo-World. Wieder so ein Themenladen, diesmal alles, was mit Nintendo, deren Spielen, Spielgeräten und Figuren zu tun hat.
Diesen kleinen – leider nur sehr unscharf abgebildeten – Freund haben wir nicht gekauft und ich beiße mir heute noch in den Allerwertesten dafür.

Super-Bee-Mario

Super-Bee-Mario


Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich dringend noch einen euphorische Lobhuddelei über “Super Mario Galaxy” schreiben muss, das sicherlich beste Jump-n-Run, welches ich je spielen durfte.

Auf der 5th Avenue gehen einem sowieso permanent die Augen über, es gibt einen Extra-Laden für jeden Mist, den man sich vorstellen kann und dazu für alle überteuerten Luxusgüter der Welt gleich eigene Kaufhäuser.
Ein Highlight, welches wir leider nicht mit der Kreditkarte, sondern lediglich mit tränennassen Augen beehren, ist “Saks Fifth Avenue”, ein Luxuskaufhaus, welches Sarah von der Ehefrau eines amerikanischen Star-Gynäkologen empfohlen wurde.
Auch im Luxuskaufhaus gibt es Wühltische im Erdgeschoss, allerdings zeichnen sich diese dadurch aus, dass jedes Stück “nur 100 Dollar” kostet. Hahahahaha.

Horatio kann:
Erschöpft vom Shoppingwahn begeben wir uns endlich wieder ins Hotel, trinken ein Fläschlein “Dr. Pepper” und führen uns zur Entspannung die eine oder andere Folge “CSI Miami” zu Gemüte. Sarah nimmt die übliche Mütze Schlaf, danach bereiten wir uns auf den Abend vor, wir sind nämlich verabredet.

Evening Fun
Frisch ausgeruht, hungrig und unternehmungslustig begeben wir uns zum Times Square, wo wir mit Tim verabredet sind. Der wohnt in New York (ok, inzwischen tut er es nicht mehr, aber da ich in der Gegenwartsform schreibe, wohnt er eben noch da), ist der Freund einer Freundin und die hatte mich im Vorfeld wie wild beackert, dass wir uns doch unbedingt treffen müssen, um einander kennenzulernen.
Gesagt, getan – toll für uns, führt uns Tim doch in diverse Etablissements, die zwar bestimmt keine Geheimtipps sind, wir auf eigene Faust jedoch nie im Leben betreten oder gefunden hätten.

Da wäre zum einen “The View“, ein überstylisches Drehrestaurant auf dem Dach des Marriott-Hotels.
In unserem Reiseführer steht das Teil auf Platz 1 der hippen Bars, die man gesehen haben muss, also nicht so ganz unsere typische Preisklasse.
Doch gottlob haben wir ja Tim, der uns zielsicher ganz nach oben führt, wo wir direkt einen netten Tisch bekommen.
Ebenfalls to-taaal nett ist “Peter”, unser Herr Ober für den Abend. Der wiederum ist dermaßen exaltiert amerikanisch überfreundlich, dass er mir schon wieder gepflegt auf den Sack gehen würde, wenn ich nicht so unglaublich urlaubsentspannt wäre.
Ein glatzköpfiger 120-Kilo-Mann mit extrem-gebleichten Zählen, die er 90% der Zeit zeigt. Wie ein Delfin, wenn er um Fische bettelt, gepaart mit einem penetrantem “can I do ANYTHING for you” im 5-Minuten-Rhythmus. Aber gut, lieber so als brummelig, und immerhin bringt er flott die Karte bei, so dass wir uns flugs mit der Getränkeauswahl vertraut machen können.
Nach 20 Minuten Quatschen, Aussicht bewundern (der Oberhammer) und der Überwindung sämtlicher Entscheidungsneurosen wählen wir irgendwelche 10-Dollar-aufwärts-Cocktails, entscheiden uns gegen das Essen und quatschen weiter.
Die Drinks schlagen rein wie Bolle, Sarah merkt nach dem zweiten nicht einmal mehr, dass die Plattform mittlerweile schon zwei Runden gedreht hat (dabei muss man doch nur darauf achten, wie oft der Schokoladenbrunnen an uns vorbeizieht und Tims sehnsüchtige Blicke zählen). Irgendwann schaut Peter schon ganz ungeduldig, vermutlich will er den Tisch an noch konsumwilligere Kundschaft vermitteln.
Außerdem wollen wir den Cocktails zu netter Gesellschaft verhelfen. Sprich: Sie brauchen eine Fleischbeilage und wir wollen dem Fleisch auch gerne beiliegen … oder so.

Also raus aus dem Schuppen und rein ins nächste Mekka, diesmal das für Sportfreaks.

ESPN Zone:
Was hierzulande eine “Sky Sports Bar” ist, also eine Kneipe mit Fernsehern, auf denen Bundesliga-Wiederholungen laufen, ist im New-York-Maßstab die ESPN Zone.
Ein Themenpark mit Restaurant, “Spielhalle” und TV-Studios, betrieben von Disney (dem Besitzer von ESPN, dem größten Sportsendernetzwerk der USA), einzig und allein dem Sport gewidmet.
Natürlich nicht der eigenen aktiven sportlichen Betätigung, sondern der Begaffung von Sportlern durch Menschen, die mit dem Fahrstuhl in den ersten Stock fahren, weil sonst die Pumpe schlappmacht.

Auch hier schlendern wir hinein, der Laden ist nicht furchtbar voll, aber wir wollen, nein, Tim will ganz spezielle Plätze.
Diese Tische gibt es laut Empfangsdame leider erst ab 4 Personen, was für ein Pech. Doch nein! Unser Held Tim informiert die Dame ganz nonchalant, dass Sarah doch schwanger sei (WAAAAAAAAAS?) und wir somit genau genommen zu viert seien.
Unter intensiven Glückwunschbekundungen geleitet sie uns daraufhin zum gewünschten Platz, wo wir uns gleich einmal häuslich einrichten.
So sieht unser Platz aus: klick (Der Tisch unten rechts mit dem LC-Display am Kopfende.
Was macht diesen speziellen Platz aus? Nun, erstens hat man einen wunderbaren Blick auf die beiden riesigen Leinwände, auf denen irgendwelche Baseballspiele laufen, außerdem sieht man ungestört die zwölf kleineren Fernseher, welche die Leinwände einrahmen. Hier laufen irgendwelche anderen Sendungen, Basketball, Autorennen, was weiß ich.
Einfach mal die Virtual Tour anklicken und gleich das erste Bild betrachten und ihr wisst, was ich meine.
Ja, und zu guter Letzt haben wir diesen Fernseher am Tisch, der uns vom Gespräch ablenkt und über den wir per Touchscreen Zugriff auf alle einzelnen Sender haben, die zur Verfügung stehen.
Im Moment läuft gerade irgendein Spiel der Baseball-”World Classics”, genauer gesagt sogar das Finale zwischen Japan und Südorea, weswegen der Laden vor allem mit Japanern und Koreanern gefüllt ist, welche lautstark ihre Teams unterstützen.
Für die Statistik, Japan gewinnt mit 5:3, was auch immer das heißt.
Unser Ober hier ist weder weiß noch gebleicht, er sieht nämlich aus wie Snoop Dogg und darauf angesprochen erzählt er uns mit breitem Grinsen, dass er tatsächlich hin und wieder umsonst in irgendwelche Clubs kommt, weil man eben glaubt, er sei – for shizzle my nizzle – der Doggster.
Musiker sei er natürlich auch und er hofft auf den großen Durchbruch … ja sind wir denn in LA oder in New York hier?

Die Burgerkost, die man uns serviert, ist allererste Sahne.
da wären:

  • Black and Blue Burger
    Seasoned with blackening spice, topped with gorgonzola cheese, and served on a toasted bun with lettuce, onion and tomato.
  • Chicken and Avocado Wrap
    Classic chicken tenders with tomatoes, avocado, romaine lettuce, mozzarella and cheddar cheese, tossed in ranch dressing wrapped in a flour tortilla.
    (Grilled chicken available upon request.)
  • Three Cheese Quesadilla
    Oven baked with pepper-jack, cheddar and mozzarella cheese, served with fresh guacamole, salsa and sour cream.
    Add grilled chicken.

Ich bekomme grade wieder Hunger. :)

Irgendwann haben wir und ausgeplappert, sind satt, rund, dick und zufrieden und verabschieden uns von Tim, schicken ihn in die U-Bahn und uns zu einem kleinen Verdauungsspaziergang in Richtung Hotel.

Eine Folge “CSI: Miami” später sinken wir in sanfte Träume von Burgern, Bienen-Marios und gesperrten Kreditkarten und erwachen am Dienstag, frisch erholt für einen spannenden fünften Tag.


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New York – Tag 3 – zweiter Teil

27. Februar 2010 Olaf Keine Kommentare

So, es ist an der Zeit.
Ich merke, dass ich irgendwie nur im Urlaub oder an Wochenenden – wenn ich so richtig entspannt bin – schreiben kann.
(In Anbetracht meiner Aufsatzkünste in der Schule ist das doch ein gewaltiger Fortschritt, damals klappte das nämlich quasi nie, zumindest nicht lesenswert, fragt meine Eltern!)
Also los, es ist Samstag, die Sonne scheint, ich haue dann mal in die Tasten.

Wir rekapitulieren nach langer Schreibpause: Der Tag (Sonntag, der 22. März 2009) begann mit Frühstück im Europa-Café, einer ausgedehnten Wanderung durch Greenwich Village sowie gute Teile Manhattans und wir bewegten uns auf das erste kulturelle Highlight zu, den Besuch in der kleinsten Oper der Welt.

La Bohème

La Bohème


Eine kurze Geschichtsstunde:
Wir schreiben das Jahr 1948. Der Italo-Amerikaner Anthony Amato hegt einen Traum: Sein eigenes Opernhaus.
Kein großes gewaltiges, keine Konkurrenz zu den etablierten Häusern von Welt, sondern ein Haus, welches jungen Kunstschaffenden die Gelegenheit geben soll, Auftrittspraxis zu sammeln.
Gesagt, getan – er gründet gemeinsam mit seiner Frau die “Amato Opera”. In den ersten Jahren zieht man noch umher und gibt Vorstellungen in den verschiedensten Häusern. Seit 1964 hat man dann ein eigenes Gebäude zur Verfügung, 319 Bowery Street, ein damals schon 65 Jahre altes, schmales, enges Gebäude. Mit viel Kreativität, Geschick und unter Ausnutzung aller Ecken und Winkel schafft man es, in diese Mauern einen Zuschauerraum für ganze 107 Zuschauer (und evtl. noch einen halben) samt Empore, Bühne und “Orchestergraben”.
Im Laufe der Zeit stehen auf der Bühne geschätzte 10.000 Sängerinnen und Säger, die in über 60 verschiedenen Opernproduktionen auftreten.

2009 – das Jahr unseres Besuches – ist die 61. Spielzeit und gleichzeitig die letzte. Im Mai 2009 fällt der rote Samtvorhang zum letzten Mal, das Haus wird schließlich verkauft und Mr. Amato – inzwischen stramme 89 Jahre alt – will laut eigener Aussage “einen neuen Lebensabschnitt beginnen und sich anderen Dingen widmen”.
Ganz richtig, der alte Herr steht und stand bis zuletzt auf und unter der Bühne, leitete das Haus und die Aufführungen, begrüßte herzlich seine Gäste und trat keinen Schritt kürzer. Beeindruckend!

Mehr zur Geschichte:
Die ZEIT
GEO

Und wie kommen wir dahin?
Gute Frage, wie kommen wir eigentlich auf die Idee, uns in gerade dieses Abenteuer zu stürzen?
Ja, wie haben wir überhaupt davon erfahren?
Ganz einfach, vor ca. 2 Jahren sahen wir eine Reportage gesehen (ein Hoch auf die Reportagen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens), in welcher die ganze Geschichte und der Alltag in der Amato Opera ausgiebig erzählt wurde.
Abgesehen von der schieren Kuriosität des Hauses und der “Qualität” der Aufführungen hatte uns damals schon die Energie und Leidenschaft, mit der Tony Amato sein Lebenswerk auch im Greisenalter noch betreibt, höchst beeindruckt.
Als ich dann nach etwas Programm für unsere Reise suchte, fiel mir die Oper natürlich wieder ein und ich kaufte kurzerhand zwei Karten für “La Bohème” – gerade noch rechtzeitig, denn kurz darauf wurde bekannt, dass die nächste Spielzeit die letzte sein würde. Welch ein Glück für uns.

Das Erlebnis
Genug der Vorrede, ich komme jetzt mal zum Thema zurück, unserem Besuch und der Aufführung.
Wie dem Bild aus dem Programmheft oben zu entnehmen ist, beginnt “unsere” Vorstellung um 14.30 Uhr, eine weitere Besonderheit dieses Hauses. Der Anspruch der Amatos war nicht nur, jungen Künstlern und Hobbysängern eine Bühne zu bieten, sondern auch, Familien und weniger betuchten Besuchern einen Opernbesuch zum einen finanziell zu ermöglichen, zum anderen aber auch zu familienfreundlichen Zeiten anzubieten. Daher der Sonntagstermin zur ungewöhnlich frühen Stunde, welche es den Besuchern jedoch erlaubt, nach der Vorstellung noch den Abend zu genießen oder die Kinder früh ins Bettchen zu stecken.
Wir treffen also zeitig am Ort des Geschehens ein und sind erstmal geplättet, weil das Haus in Realität nochmal viel kleiner und schmaler wirkt als im Film und auf Bildern.

Amato Opera

Amato Opera


Amato Opera

Amato Opera


Drei Fensterreihen, geschätzte 5 Meter von einer Seite zur anderen, und das war’s auch schon.

Die nächste halbe Stunde vergnügen wir uns, indem wir die weiteren Gäste beobachten.
Wir sind nicht nur die jüngsten Besucher, wir sind auch deutlich “underdressed”: Selbst bei läppischen 25 Dollar Eintritt wirft sich die geneigte Mutter/Oma von Welt gerne in Schale (oder auch in den gammligen Pelz von Mutters Mutter).
Wir in unserer Touristenkluft fallen zwar nicht weiter unangenehm auf, passen aber nicht so recht zu vielen der nach besten Kräften gestylten Besucher. Gottlob sind wir in Amerika, auch hier gibt es die unvermeidlichen T-Shirt-Träger und Bundfaltenhosen-Papas im Freizeitstil.
Doch selbst wenn wir im Lumpensack gekommen wären … wen schert’s, uns kennt ja doch keiner :)

Die Türen öffnen sich, wir können endlich rein.
Wenn das Haus von außen klein wirkt – innen hat man das Gefühl, sich in einem bestuhlten Fuchsbau zu befinden.
Der Weg führt uns zunächst in den Keller, dort ist der Zuschauerraum, die Garderobe und die “Snackbar”, an der man sich stärken und der Oper ein paar Merchandise-Dollar in die Kasse spülen kann.
Wir verzichten, suchen unsere Plätze auf (schön weit vorne) und genehmigen uns einen ausführlichen Rundblick.

Amato Opera - Zuschauerraum

Amato Opera - Zuschauerraum


Der Zuschauerraum, Blick von vorne nach hinten. Ganz hinten sieht man schemenhaft die Garderobe, auf der linken Seite kommen vielleicht noch 2 Reihen Stühle, nicht mehr.
Amato Opera - die Empore

Amato Opera - die Empore


Die beeindruckende Empore, “Loge” will ich es nicht nennen.

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber der Raum ist so eng und klein, dass es ohne Weitwinkelobjektiv schlicht unmöglich ist, auf einem Bild alles unterzubringen, man kann einfach keinen Schritt zurückgehen, um den Bildauschnitt zu vergrößern.

Doch halt, wofür habe ich eine Frau Spielberg, die mit der Kamera filmt und und hier einen Michael Ballhaus-würdigen 360-Grad-Schwenk produziert. Doch seht selbst:

Mitten im Witzeln über die Mitbesucher stellen wir fest, dass unsere direkten Sitznachbarinnen Deutsche sind, also von nun an VORSICHT mit den bösen Sprüchen …

Die Vorstellung beginnt.
Ich hab ja keine Ahnung von Oper im Allgemeinen, von La Bohème im Speziellen noch viel weniger, also kann ich vollkommen unbelastet die Vorstellung genießen … ähm, nun ja … erleben.
Was uns hier erwartet ist schon sehr eigen. Wie gesagt, die Oper bietet Nachwuchssängern, Hobby-Nachtigallen und Möchtegern-Carusos die Gelegenheit aufzutreten. Die Qualität der Sänger schwankt somit von “wow” bis hin(ab) zu “ich will hier weg”.
Wir haben beide sehr gute Ohren und – ganz unbescheiden – auch ein trainiertes musikalisches Gehör. Selbst bei hochwertigen Aufnahmen, Auftritten oder sonstigen Darbietungen nehmen wir damit auch “Fehler” wahr, die viele andere Menschen eben nicht wahrnehmen.
Insofern bietet das Gajaule der Gesang der Sopranöse durchaus Gelegenheit, unsere angeborenen Fluchtreflexe kontrollieren und beherrschen zu üben, was uns bravourös gelingt.
Der Aufführung an sich mangelt es an nichts: Es gibt Bühnenumbauten, Massenszenen und alles, was man sich vorstellt, sogar englische Untertitel für den italienischen Text werden geboten.
Wie bereits bemerkt, die Gesangsleistungen sind teilweise auch durchaus hörenswert (der Tenor!) und die Zeit vergeht fix, am Schluss sind alle tot (oder so) und wer es nicht ist, lebt weiter bis ans Ende seiner Tage.

Alles in allem ein Erlebnis der Extraklasse – skurril, witzig, eingeschränkt kulturell empfehlenswert, aber herzerwärmend und ein rundum toller Nachmittag.
Zum Abschluss noch ein Blick in den Orchestergraben, in dem vier Leute ihre Nasen aneinanderreiben.

Amato Opera - der Graben

Amato Opera - der Graben

Wir kriechen aus dem Fuchsbau und vernehmen ein dumpfes Donnergrollen.
Nein, es nähert sich keine Schlechtwetterfront, unsere Mägen hängen auf Halbmast, wir verspüren einen ganz leichten Hunger.

Nahrungsaufnahme
Also begeben wir uns auf die Jagd, was in der Neuzeit nur heißen kann, dass wir uns ein Restaurant suchen, welches unsere Magenkrankheit behandelt.

Die bekannte Bleeker Street ist direkt um die Ecke, dort findet sich an jeder Ecke ein Restaurant, die Auswahl ist schier endlos, nur die Frage, was wir eigentlich wollen, was wir zu bezahlen bereit sind, ob und wie lange wir anzustehen bereit sind, stellt uns zwei Entscheidungsneurotiker vor ungeahnte Schwierigkeiten.
Der Reiseführer empfiehlt “Joe’s Pizza” als eine der besten Quellen für bezahlbare Steinofenpizza, nur leider ist die Schlange vor der Bude ziemlich lang und wir suchen erst einmal weiter.
Nach gefühlten zwei und tatsächlich nur einer Stunde erfolgloser Suche kehren wir doch wieder zu Joe’s zurück und reihen uns in die Schlange ein.
Die Geschwindigkeit, mit der es hier vorangeht, haben wir vollkommen falsch eingeschätzt, denn anstelle der befürchteten Stunde stehen wir nur ca. 5-10 Minuten und bekommen auch schon einen Platz zugewiesen.
Die Pizzen sind wirklich günstig (20 Dollar pro Wagenrad-Pizza) und riesig, genau das Richtige für unsere Schrumpfmägen. Dazu sind sie noch richtig lecker, wir hauen also ordentlich rein und lassen nichts übrig.

Joe's Pizza

Joe's Pizza


Sarahs Pizza

Sarahs Pizza


Unscharf, meine Finger zitterten noch vor Hunger, aber man kann die Dimensionen erahnen.

Nach dem ausgiebigen Mahl begeben wir uns auf den Heimweg, um eine kleine Pause (wie wäre es mit einer gazen Nacht erfrischenden Schlafes?) zu machen, immerhin sind wir schon wieder unzählige Stunden und Kilometer unterwegs gewesen.

Auf dem Weg ins Hotel hören wir – wie ständig in der Stadt – noch die eine oder andere Sirene, und selbst die sind es wert, ihnen einige Zeilen zu widmen.

Sirenen
Sarah hatte mir schon von ihren vorherigen Aufenthalten in der Stadt die abenteuerlichsten Geschichten über die “Kunst” der Sirenenbediener von Polizei und Feuerwehr in New York erzählt.
Reine Wunderdinge sollen die mit ihren Tröten vollbringen, kleine Sinfonien in Moll, Dur und neuzeitlichen Tonarten produzieren und angeblich klingt kein Signalhorn wie das andere.

“Feuerwehrlatein” dachte ich nur und wurde eines Besseren belehrt.

Was man hier geboten bekommt ist tatsächlich so einmalig, unbeschreiblich und anders, dass ich einfach darüber schreiben muss.

Dem geneigten Sirenenmaestro stehen sage und schreibe 5 verschiedene Signaltöne zur Verfügung, vom “gellenden Schrei” über das “Heulen” und “Jaulen” hin zum klassischen “Martinshorn” und dem Videospielartigen “Fast“.

Aus diesem Arsenal bastelt sich jeder Fahrer seine individuelle Kakophonie der Abschreckung zusammen und spielt virtuos auf der Klaviatur des Gejaules (ob sich die Sopranöse aus der Amato Opera in einen Sirenenautomaten eingeschlichen hat?).
Der interessierte Zuhörer erlebt – wenn er sich mal darauf konzentriert – tatsächlich einen sich stetig wandelnden Klangteppich, die Officers übertreffen einander stetig in neuen Varianten der kreativen Anordnung obiger Töne. Es jault, sirrt, zwitschert und singt in ungekannter Vielfalt, eine wahre Pracht.

Ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema findet sich bei der New York Times.
Ohrenbetäubende Sinfonie mit dem Maestro in Blau
Bei Youtube finden sich noch einige Beispiele, leider habe ich nichts gefunden, was wirklich die “Kunst” erkennen lässt, also müsst ihr mir einfach glauben :)
Einige eher konservative Sirenen”durchklingler”

Der Gesang der Sirenen kann uns jedoch nicht auf Irrwege führen – wir finden mühelos den Weg ins Hotel, wo unsere kurze Ausruhphase in ausgiebigen Grunzern auf den King-Size-Betten endet, wir erwachen am nächsten Morgen, es ist Montag.

Weiter geht’s bei Tag 4!


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Twitterei vom 2010-02-25

25. Februar 2010 Olaf Keine Kommentare
  • Du liebe Zeit. Smart schafft es echt, für einen simplen Reifenwechsel eine Zufriedenheitsumfrage von 15 Minuten per Telefon zu veranstalten. #

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Twitterei vom 2010-02-23

23. Februar 2010 Olaf Keine Kommentare
  • 11°C, die örtliche Eisdiele hat gerade geöffnet. Es muss Sommer sein. #

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New York – Tag 3 – erster Teil

17. Januar 2010 Olaf 1 Kommentar

Hallihallo, ich begrüße alle Leserinnen und Leser zum neuesten Teil meines kleinen New-York-Reiseberichts.

Ein wichtiger Hinweis:
Mich haben schon mehrere Leute angesprochen und waren ganz verwundert, dass sie mich jetzt gerade hier (in Deutschland) antreffen, sie dachten, ich sei doch in New York.
Unsere Reise fand im März 2009 statt, wir sind also schon eine Weile wieder da. Ich schreibe das Ganze jedoch im Präsens, weil mir das einfach passender erscheint. Außerdem hatte ich bisher schlicht weder Zeit noch Nerven, mich jeweils ein paar Stunden hinzusetzen und Artikel zu schreiben – daher lagen die Manuskripte einige Monate “auf Halde”.

Also auf ins Vergnügen, der dritte Tag (Sonntag, 22. März 2009) steht an.

Frühstück und Greenwich Village
Immer noch beglückt vom über Nacht verstoffwechselten Burger erwachen wir und beginnen den Tag direkt mit dem Frühstück. Wir haben aus den Erlebnissen des Vortags gelernt und verzichten auf langwierige Suchaktionen.
Diversen Reiseführern zufolge soll das Frühstück in den Filialen von “Europacafé” gut und bezahlbar sein, das nächste ist – wie nicht anders zu erwarten – an der nächsten Straßenecke, also rein ins Vergnügen.
Für mich gibt’s ein klassisches Frühstück, Madame bekommt ein schleimiges Oatmeal.

Oatmeal


French Toast


Fazit: In Ordnung, aber noch steigerungsfähig.

Mehr…


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Twitterei vom 2010-01-12

12. Januar 2010 Olaf Keine Kommentare
  • Boah, dass es ausgerechnet dann, wenn ich gerade Schnee schippe anfangen muss, schneller zu schneien als ich es wegmachen kann … ARGH #

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Twitterei vom 2010-01-10

10. Januar 2010 Olaf Keine Kommentare
  • Puh, 1,5h lang Schnee geschaufelt, Sport für heute wäre durch. #

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Twitterei vom 2010-01-09

9. Januar 2010 Olaf Keine Kommentare
  • Kein Wunder geht das Streusalz zur Neige. Den Massen auf den Straßen nach zu urteilen, würden die Ziegen es vom Asphalt lecken … #

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New York – Tag 2 – zweiter Teil

5. Januar 2010 Olaf 2 Kommentare

Nach unserem spannenden Frühstück und dem sehnsüchtigen Blick auf den Heliport gelangen wir wieder zum Battery Park an der Südspitze Manhattans.
Hier hat man – gleich neben dem vollkommen betonierten Financial District gelegen – einen grünen Ort der Ruhe.
Nun gut, Ruhe herrscht hier vermutlich nur an Wochenenden vor 8 Uhr morgens, ansonsten ist der Park voller Menschen, Souvenirverkäufern und einer hunderte Meter langen Schlange für die Fähren gen Freiheitsstatue und Ellis Island, welche dort ablegen.

Downtown
Wir sparen uns die Schlange, genießen einen ausgedehnten Blick auf die Hochhäuser und entdecken unser erstes Grauhörnchen.

Battery Park plus Hochhausgewürfel


Squirrel

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New York – Tag 2 – erster Teil

2. Januar 2010 Olaf Keine Kommentare

So, wir sind beim Bericht zum zweiten Tag unserer Reise angekommen.

Der Morgen beginnt sehr früh, immerhin sind wir noch voll in der Zeitverschiebung, also wachen wir gegen 5 auf und beginnen den Tag mit gepflegtem Morgenfernseh-Zapping.
Besonders hervor tut sich “NY1“, der lokale Stadtsender mit Wetterbericht alle 7 Minuten und auch ansonstem morgentauglichem Programm mit 30-minütigem Wiederholungsintervall. Die Themen reichen von Wetter über Verkehr zu den üblichen Klatschstorys und lokalen Neuigkeiten.
Die Morgenprogramme bei ABC, NBC und wie sie noch alle heißen sind in etwa vergleichbar mit dem Morgenfernsehen bei unseren Privaten, nur bunter.

Das vom Hotel für einen Aufpreis von 2 Dollar angebotene Frühstück ignorieren wir großzügig und begeben uns zur U-Bahn.
Die nächste Station liegt am Columbus Circle, also nette 5 Minuten Fußweg vom Hotel weg, und wir können einmal am südwestlichen Ende des Central Parks entlanglaufen.
Doch halt, was fehlt an einem sonnigen New-Yorker-Sonntagmorgen zum Aufwachen? Ein zünftiger Kaffee von Amerikas Kaffeeröster Nr. 1, Starbucks.
Wie ich ja schon schrieb, ist Starbucks häufiger zu finden als jeder andere Laden, teilweise gibt es tatsächlich ein einer Straßenkreuzung zwei Filialen und einen Block weiter (das sind ca. 60 m) findet man mit einiger Sicherheit den nächsten Laden.
Bei Starbucks gibt es für knapp 4 Dollar ein “Frühstück” bestehend aus einem Kaffee und einem Scone oder einem Perfect Oatmeal (das sind im Prinzip Schmelz-Haferflocken eingeweicht in heißem Wasser mit ordentlich braunem Zucker samt ein paar Cranberries und schmeckt besser als es klingt).
Leider haben wir das an diesem Tag noch nicht auf dem Radar und begnügen uns mit einem Käffchen. Später mehr zu diesem Thema :)

Wo sind wir? Ach genau, auf dem Weg zur U-Bahn.
Wir nehmen die Linie, die uns direkt zur Endstation “South Ferry” führt, denn unser Plan ist erst einmal ein kleiner Ausflug mit der Staten Island Ferry nach – genau – Staten Island und zurück, um eine erste Aussicht auf Manhattan zu bekommen.

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